Startseite
Verein
Saison
Sportanlage
Fans
Archiv
Medien
Intern

  •    So finden Sie uns
  •     Anfahrt

4. Spieltag 2010/11


 

TURU
-
FC Viersen

Sonntag 12.09.10 15.00 Uhr






 

Kennwort vergessen?

 

  1:0-Sieg in Solingen bringt wieder die Tabellenführung
Druckerfreundliche Ansicht
01.03.2010, 11:06 Uhr | Autor: TURU

Union Solingen - TURU   0:1 (0:0)

TURU: Prostka - Sesterhenn, Willems, Weiß, Ramadani, Schweers (46. Yotla), Kizilaslan (80. Homann), Lopez-Torres, Duran, Rey Alonso, Bork. - Tor: 0:1 Lopez-Torres (55.).

 Foto: Brigitte Richter

Presse:

NRZ (Joachim Breitbach)

Selbst eine ganz schwache Vorstellung reichte der Oberbilker Turu, um bei der kaum landesligareifen Niederrheinliga-Elf von Schlusslicht Union Solingen vor 300 Zuschauern 1:0 (0:0) zu gewinnen und wieder die Tabellenführung zu übernehmen.

Gäste-Trainer Frank Zilles vertraute seiner Taktik-Variante mit nur einer Sturmspitze auch bei den nun seit 19 Spielen sieglosen Bergischen. Und versetzte die Zuhörer nach der Partie in Staunen. „Union war der erwartet schwere Gegner,” meinte der in der Vorsaison noch in Solingen tätige Oberbilker Coach, „aber wir haben verdient gewonnen. Die äußeren Bedingungen waren nicht optimal, aber das haben wir angenommen. Wir haben versucht, Druck zu erzeugen, sind aber nicht gelassen genug an die Aufgabe herangegangen.”

Treffender als die Aussage, dass Union der erwartet schwere Gegner gewesen sei, waren zwei andere Zilles-Feststellungen. „Hauptsache, wir haben die drei Punkte imSack,” atmete er nach dem Schlusspfiff auf. Und kritisierte den schwach pfeifenden Fußball-Schiedsrichter Marco Tödt (DJK Twisteden): „Herr Tödt hat viel zu viel laufen lassen”.

Das Siegtor war eine der wenigen gelungenen Aktionen der Gäste. Fatih Duran war im linken Mittelfeld ein Seitenwechsel auf den zur Pause für Sebastian Schweers eingewechselten Reduan Yotla gelungen. Yotla spielte den Ball in den Lauf von Miguel Lopez-Torres und der blieb vor dem Solinger Tor eiskalt. Aus zwölf Metern traf er zum 1:0 der Turu ins Union-Tor (55.).

Weitere Chancen vergaben die teilweise unkonzentriert wirkenden Gäste, die mit der überaus robusten Gangart der Bergischen ihre Mühe hatten.

Pech für Turu, als Daniel Rey-Alonso (67.) das vermeintliche 2:0 aus elf Metern gelungen war. Schiri Tödt hatte zu aller Verwunderung eine Abseitsstellung des Schützen ausgemacht und gab das Tor nicht. Weitere Möglichkeiten hatte Turu durch Markus Weiß, dessen Kopfball nach einem Freistoß von Hassan Ramadani das Tor ebenso verfehlte (74.) wie der Schlenzer von Lopez-Torres (80.).

Negative Höhepunkte der Partie waren zwei Gelb-Rote Karten. Die erste sah Solingens Patrick Hermann (60.) nach wiederholtem Foulspiel an Ramadani, die zweite Stephan Bork (Turu), weil er den folgenden Freistoß ohne Freigabe des Unparteiischen ausführte.

WZ (Marcus Giesenfeld)

Der Weg zurück an die Tabellenspitze war für die Turu doch schwerer als von vielen erwartet. Im Auswärtsspiel bei Tabellenschlusslicht Union Solingen hatte der Fußball-Niederrheinligist nicht nur mit einem bis in die Haarspitzen motivierten Gegner anzukämpfen. Hinzu kam ein unberechenbarer Wind, der beiden Parteien auf dem Rasen zu schaffen machte. Doch die Elf von Frank Zilles trotzte allen Widrigkeiten und kehrte mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg auf Rang eins zurück.

„Meine Mannschaft muss sich ganz bestimmt nicht schämen, nur mit 1:0 gewonnen zu haben. Man muss auch der Union heute mal ein Kompliment aussprechen. Sie hat sich teuer verkauft und uns bis zum Schluss einen echten Kampf geboten“, lobte Frank Zilles seinen Ex-Verein. Der Turu-Coach stellte vier Akteure, die in der letzten Saison noch unter ihm in Solingen spielten, in die Startelf. Und wie erwartet entwickelte sich das Aufeinandertreffen der „Solinger Filiale“ mit der echten Union zu einem prestigeträchtigen Kampfspiel. „Solingen hat sich mit Händen und Füßen gewehrt. Uns hat in vielen Situationen die letzte Präzision und Konsequenz gefehlt“, fasste Zilles zusammen.

Trotz optischer Vorteile gelang es dem Favoriten vor der Pause nicht, die kompakte Deckung des Kellerkindes aus den Angeln zu heben. So bedurfte es wieder einmal eines Geistesblitzes von Miguel Lopez-Torres, um auf die Siegerstraße einzubiegen. Ausgerechnet der Ex-Solinger beförderte den Ball nach knapp einer Stunde aus spitzem Winkel ins kurze Toreck (58.). Im Anschluss versäumten es die Oberbilker, den Platzherren den endgültigen Gnadenstoß zu versetzen. „Wir waren nicht stark genug auf das zweite Tor aus“, monierte Zilles.

Dies hätte sich auch rächen können. Doch Solingen fehlten trotz eines verzweifelten Sturmalufes in der Schlussphase die Mittel für ein Ausgleichstor. Bei de Mannschaften beendeten das Spiel nach jeweils einer Gelb-Roten Karte zu Zehnt. Auf Seiten der Turu musste Zugang Stephan Bork vorzeitig unter die Dusche.

Solinger Tageblatt (Jürgen König)

Auch bei Frank Zilles drehten sich die Gedanken in der Pressekonferenz um den von der Stadt beabsichtigten Abriss des Stadions am Hermann-Löns-Weg: „Es war schön, wieder hier zu sein und die tolle Atmosphäre genießen zu dürfen. Ich hoffe, dass dies aufrecht erhalten werden kann“, meinte der Solinger Fußball-Trainer in Diensten von Turu Düsseldorf. Sein neuer Verein quälte sich gestern zu einem freilich verdienten 1:0-Erfolg, für den der neue Spitzenreiter eine riesige Menge Widerstand brechen musste.

Der starke Wind, die „neue Union“, die Ex-Solinger - das waren für Frank Zilles äußere Bedingungen, die gegen sein Team sprachen. Und auch die Stadion-Diskussion schien zusätzliche Kräfte beim Schlusslicht der Niederrheinliga frei gemacht zu haben. Die Blau-Gelben betrieben lange Zeit einen irren Aufwand, die Belohnung blieb zumindest in Form von Punkten aus. Immerhin gab es viel Applaus von den Rängen und auch vom eigenen Coach. „Kompliment, die Mannschaft hat keine Angst gehabt. Ich bin froh, dass sie endlich Charakter gezeigt hat“, lobte Mentor Dzemaili. Von nachlassender Kraft im zweiten Durchgang wollte der Ex-Stürmer nichts wissen, so war es dann wohl eine Verkettung unglücklicher Solinger Aktionen, die zum einzigen Treffer kurzweiliger 90 Minuten führte: Miguel Lopez lieferte den Beweis für seinen Torriecher und führte gleichzeitig den Super-Einsatz der Union ad absurdum.

 





 











© 2007 RevierSport online | Impressum